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Lyrics


Sheetmusic
Robert Schumann   Opus 49

Romanzen und Balladen, Vol. II

Romance 1840.
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[1, 2, 3]

1. Nach Frankreich zogen zwei Grenadier

Author(s): Heinrich Heine

 Nach Frankreich zogen zwei Grenadier,
 Die waren in Rußland gefangen.
 Und als sie kamen ins deutsche Quartier, 
 Sie ließen die Köpfe hangen.

 Da hörten sie beide die traurige Mär:
 Daß Frankreich verloren gegangen,
 Besiegt und geschlagen das tapfere Heer
 Und der Kaiser, der Kaiser gefangen.

 Da weinten zusammen die Grenadier
 Wohl ob der kläglichen Kunde.
 Der eine sprach: »Wie weh wird mir,
 Wie brennt meine alte Wunde!«

 Der andre sprach: »Das Lied ist aus,
 Auch ich möcht mit dir sterben,
 Doch hab ich Weib und Kind zu Haus,
 Die ohne mich verderben.«

 »Was schert mich Weib, was schert mich Kind,
 Ich trage weit besser Verlangen;
 Laß sie betteln gehn, wenn sie hungrig sind -
 Mein Kaiser, mein Kaiser gefangen!

 Gewähr mir, Bruder, eine Bitt:
 Wenn ich jetzt sterben werde,
 So nimm meine Leiche nach Frankreich mit,
 Begrab mich in Frankreichs Erde.

 Das Ehrenkreuz am roten Band
 Sollst du aufs Herz mir legen;
 Die Flinte gib mir in die Hand,
 Und gürt mir um den Degen.

 So will ich liegen und horchen still,
 Wie eine Schildwach, im Grabe,
 Bis einst ich höre Kanonengebrüll
 Und wiehernder Rosse Getrabe.

 Dann reitet mein Kaiser wohl über mein Grab,
 Viel Schwerter klirren und blitzen;
 Dann steig ich gewaffnet hervor aus dem Grab -
 Den Kaiser, den Kaiser zu schützen!«

2. Die feindlichen Brüder

Author(s): Heinrich Heine

 Oben auf des Berges Spitze
 Liegt das Schloß in Nacht gehüllt;
 Doch im Tale leuchten Blitze,
 Helle Schwerter klirren wild.

 Das sind Brüder, die dort fechten
 Grimmen Zweikampf, wutentbrannt.
 Sprich, warum die Brüder rechten
 Mit dem Schwerte in der Hand?

 Gräfin Lauras Augenfunken
 Zündeten den Brüderstreit.
 Beide glühen liebestrunken
 Für die adlig holde Maid.

 Welchem aber von den beiden
 Wendet sich ihr Herze zu?
 Kein Ergrübeln kann's entscheiden -
 Schwert heraus, entscheide du!

 Und sie fechten kühn verwegen,
 Hieb auf Hiebe niederkracht's.
 Hütet euch, ihr wilden Degen.
 Grausig Blendwerk schleicht des Nachts.

 Wehe! Wehe! blut'ge Brüder!
 Wehe! Wehe! blut'ges Tal!
 Beide Kämpfer stürzen nieder,
 Einer in des andern Stahl. -

 Viel Jahrhunderte verwehen,
 Viel Geschlechter deckt das Grab;
 Traurig von des Berges Höhen
 Schaut das öde Schloß herab.

 Aber nachts, im Talesgrunde,
 Wandelt's heimlich, wunderbar;
 Wenn da kommt die zwölfte Stunde,
 Kämpfet dort das Brüderpaar.

3. Die Nonne

Author(s): von Fröhlich

 Im Garten steht die Nonne
 Bei Rosen in der Sonne,
 Die ihr ein Kränzlein flechten
 Zur Linken und zur Rechten.

 Herüber aus dem Saale
 Erklingt vom Hochzeitsmahle
 Das Tanzen und das Singen;
 Die Braut möcht jeder schwingen.

 Sie kühlet hold umfangen
 Am Fenster sich die Wangen;
 Die Nonne schaut herüber,
 Ihr gehn die Augen über:

 "Wie glüht im Rosenglanze
 Sie unterm weißen Kranze,
 Und unter roter Rose
 Erbleich ich Freudenlose.


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