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Robert Schumann   Opus 24

Liederkreis op. 24

Song 1840. Time: 20'00.
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[1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9]

1. Morgens steh' ich auf und frage

Author(s): Heinrich Heine

 Morgens steh' ich auf und frage:
 Kommt feins Liebchen heut?
 Abends sink' ich hin und klage:
 Aus blieb sie auch heut.
 
 In der Nacht mit meinem Kummer
 lieg' ich schlaflos, wach;
 träumend, wie im halben Schlummer,
 träumend wandle ich bei Tag.

2. Es treibt mich hin

Author(s): Heinrich Heine

 Es treibt mich hin, es treibt mich her!
 Noch wenige Stunden, dann soll ich sie schauen,
 sie selber, die schönste der schönen Jungfrauen; -
 du treues Herz, was pochst du so schwer!
 
 Die Stunden sind aber ein faules Volk!
 Schleppen sich behaglich träge,
 schleichen gähnend ihre Wege; -
 tummle dich, du faules Volk!
 
 Tobende Eile mich treibend erfaßt!
 Aber wohl niemals liebten die Horen; -
 heimlich im grausamen Bunde verschworen,
 spotten sie tückisch der Liebenden Hast.

3. Ich wandelte unter den Bäumen

Author(s): Heinrich Heine

 Ich wandelte unter den Bäumen
 mit meinem Gram allein;
 da kam das alte Träumen
 und schlich mir ins Herz hinein.
 
 Wer hat euch dies Wörtlein gelehret,
 ihr Vöglein in luftiger Höh'?
 Schweigt still! wenn mein Herz es höret,
 dann tut es noch einmal so weh.
 
 "Es kam ein Jungfräulein gegangen,
 die sang es immerfort,
 da haben wir Vöglein gefangen
 das hübsche, goldne Wort."
 
 Das sollt ihr mir nicht mehr erzählen,
 Ihr Vöglein wunderschlau;
 ihr wollt meinem Kummer mir stehlen,
 ich aber niemandem trau'.

4. Lieb' Liebchen

Author(s): Heinrich Heine

 Lieb' Liebchen, leg's Händchen aufs Herze mein; -
 ach, hörst du, wie's pochet im Kämmerlein?
 da hauset ein Zimmermann schlimm und arg,
 der zimmert mir einen Totensarg.
 
 Es hämmert und klopfet bei Tag und bei Nacht;
 es hat mich schon längst um den Schlaf gebracht.
 Ach! sputet euch, Meister Zimmermann,
 damit ich balde schlafen kann.

5. Schöne Wiege meiner Leiden

Author(s): Heinrich Heine

 Schöne Wiege meiner Leiden,
 schönes Grabmal meiner Ruh',
 schöne Stadt, wir müssen scheiden, -
 Lebe wohl! ruf' ich dir zu.

 Lebe wohl, du heil'ge Schwelle,
 wo da wandelt Liebchen traut;
 lebe wohl! du heil'ge Stelle, 
 wo ich sie zuerst geschaut.

 Hätt' ich dich doch nie gesehen,
 schöne Herzenskönigin!
 Nimmer wär' es dann geschehen,
 daß ich jetzt so elend bin.

 Nie wollt' ich dein Herze rühren,
 Liebe hab' ich nie erfleht;
 nur ein stilles Leben führen
 wollt' ich, wo dein Odem weht.

 Doch du drängst mich selbst von hinnen,
 bittre Worte spricht dein Mund;
 Wahnsinn wühlt in meinen Sinnen,
 und mein Herz ist krank und wund.

 Und die Glieder matt und träge
 schlepp' ich fort am Wanderstab,
 bis mein müdes Haupt ich lege
 ferne in ein kühles Grab.

6. Warte, warte wilder Schiffmann

Author(s): Heinrich Heine

 Warte, warte, wilder Schiffmann,
 gleich folg' ich zum Hafen dir;
 von zwei Jungfraun nehm' ich Abschied,
 von Europa und von ihr.

 Blutquell, rinn' aus meinen Augen,
 Blutquell, brich aus meinem Leib,
 daß ich mit dem heißen Blute
 meine Schmerzen niederschreib'.

 Ei, mein Lieb, warum just heute
 schaudert's dich, mein Blut zu sehn?
 Sahst mich bleich und herzeblutend
 lange Jahre vor dir stehn!

 Kennst du noch das alte Liedchen
 von der Schlang' im Paradies,
 die durch schlimme Apfelgabe
 unsern Ahn ins Elend stieß.

 Alles Unheil brachten Äpfel!
 Eva bracht' damit den Tod,
 Eris brachte Trojas Flammen,
 du brachst'st beides, Flamm' und Tod.

7. Berg' und Burgen schaun herunter

Author(s): Heinrich Heine

 Berg' und Burgen schaun herunter
 in den spiegelhellen Rhein,
 und mein Schiffchen segelt munter,
 rings umglänzt von Sonnenschein.

 Ruhig seh' ich zu dem Spiele
 goldner Wellen, kraus bewegt;
 still erwachen die Gefühle,
 die ich tief im Busen hegt'.

 Freundlich grüssend und verheißend
 lockt hinab des Stromes Pracht;
 doch ich kenn' ihn, oben gleißend,
 birgt sein Innres Tod und Nacht.

 Oben Lust, im Busen Tücken,
 Strom, du bist der Liebsten Bild!
 Die kann auch so freundlich nicken,
 lächelt auch so fromm und mild.

8. Anfangs wollt ich fast verzagen

Author(s): Heinrich Heine

 Anfangs wollt' ich fast verzagen,
 und ich glaubt', ich trüg' es nie;
 und ich hab' es doch getragen -
 aber fragt mich nur nicht, wie?

9. Mit Myrten und Rosen

Author(s): Heinrich Heine

 Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold,
 mit duft'gen Zypressen und Flittergold,
 möcht' ich zieren dies Buch wie 'nen Totenschrein,
 Und sargen meine Lieder hinein.

 O könnt' ich die Liebe sargen hinzu!
 Am Grabe der Liebe wächst Blümlein der Ruh',
 da blüht es hervor, da pflückt man es ab, -
 doch mir blüht's nur, wenn ich selber im Grab.

 Hier sind nun die Lieder, die einst so wild,
 wie ein Lavastrom, der dem Ätna entquillt,
 Hervorgestürtzt aus dem tiefsten Gemüt,
 und rings viel blitzende Funken versprüht!

 Nun liegen sie stumm und totengleich,
 nun starren sie kalt und nebelbleich,
 doch aufs neu die alte Glut sie belebt,
 wenn der Liebe Geist einst über sie schwebt.

 Und es wird mir im Herzen viel Ahnung laut:
 der Liebe Geist einst über sie taut;
 einst kommt dies Buch in deine Hand,
 du süßes Lieb im fernen Land.

 Dann löst sich des Liedes Zauberbann,
 die blaßen Buchstaben schaun dich an,
 sie schauen dir flehend ins schöne Aug',
 und flüstern mit Wehmut und Liebeshauch.


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