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Lyrics


Sheetmusic
Robert Schumann   Opus 25

Myrthen (song cycle)

Song 1840. Time: 52'00.
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1. Widmung

Author(s): Friedrich Rückert

 Du meine Seele, du mein Herz,
 Du meine Wonn', o du mein Schmerz,
 Du meine Welt, in der ich lebe,
 Mein Himmel du, darein ich schwebe,
 O du mein Grab, in das hinab
 Ich ewig meinen Kummer gab.

 Du bist die Ruh, du bist der Frieden,
 Du bist vom Himmel mir beschieden.
 Daß du mich liebst, macht mich mir wert,
 Dein Blick hat mich vor mir verklärt,
 Du hebst mich liebend über mich,
 Mein guter Geist, mein beßres Ich!

2. Freisinn

Author(s): Johann Wolfgang von Goethe

 Laßt mich nur auf meinem Sattel gelten!
 Bleibt in euren Hütten, euren Zelten!
 Und ich reite froh in alle Ferne,
 Über meiner Mütze nur die Sterne.

 Er hat euch die Gestirne gesetzt
 Als Leiter zu Land und See;
 Damit ihr euch daran ergötzt,
 Stets blickend in die Höh.

3. Der Nußbaum

Author(s): Julius Mosen

 Es grünet ein Nußbaum vor dem Haus,
 Duftig, 
 Luftig 
 Breitet er blättrig die Blätter aus.

 Viel liebliche Blüten stehen dran;
 Linde 
 Winde 
 Kommen, sie herzlich zu umfahn.

 Es flüstern je zwei zu zwei gepaart,
 Neigend, 
 Beugend 
 Zierlich zum Kusse die Häuptchen zart.

 Sie flüstern von einem Mägdlein,
 Das dächte 
 die Nächte 
 und Tagelang, wusste, ach! selber nicht was.

 Sie flüstern - wer mag verstehn so gar
 Leise 
 Weis -
 Flüstern von Bräut'gam und nächstem Jahr.

 Das Mägdlein horchet, es rauscht im Baum;
 Sehnend, 
 Wähnend 
 Sinkt es lächelnd in Schlaf und Traum.

4. Jemand

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Mein Herz ist betrübt, ich sag' es nicht,
mein Herz ist betrübt um jemand;
ich könnte wachen die längste Nacht,
und immer träumen von jemand.
O Wonne! Von jemand; o Himmel! Von jemand;
durchstreifen könnt' ich die ganze Welt, 
aus Liebe zu jemand.

Ihr Mächte, die ihr der Liebe hold,
o lächelt freundlich auf jemand!
Beschirmet ihn, wo Gefahren droh'n;
gebt sicher Geleite dem jemand!
O Wonne! dem jemand; o Himmel! dem jemand;
Ich wollt', ich wollte, was wollt' ich nicht
 für meinen jemand!

5. Sitz' ich allein

Author(s): Johann Wolfgang von Goethe

 Sitz' ich allein,
 Wo kann ich besser sein?
 Meinen Wein
 Trink ich allein;
 Niemand setzt mir Schranken,
 Ich hab' so meine eignen Gedanken.

6. Setze mir nicht, du Grobian

Author(s): Johann Wolfgang von Goethe

 Setze mir nicht, du Grobian,
 Mir den Krug so derb vor die Nase!
 Wer mir Wein bringt, sehe mich freundlich an,
 Sonst trübt sich der Eilfer im Glase.

 Du lieblicher Knabe, du komm herein,
 Was stehst du denn da auf der Schwelle?
 Du sollst mir künftig der Schenke sein,
 Jeder Wein ist schmackhaft und helle.

7. Die Lotusblume

Author(s): Heinrich Heine

 Die Lotusblume ängstigt
 Sich vor der Sonne Pracht
 Und mit gesenktem Haupte
 Erwartet sie träumend die Nacht.

 Der Mond, der ist ihr Buhle
 Er weckt sie mit seinem Licht,
 Und ihm entschleiert sie freundlich
 Ihr frommes Blumengesicht,

 Sie blüht und glüht und leuchtet
 Und starret stumm in die Höh';
 Sie duftet und weinet und zittert
 Vor Liebe und Liebesweh.

8. Talismane

Author(s): Johann Wolfgang von Goethe

 Gottes ist der Orient!
Gottes ist der Okzident!
Nord und südliches Gelände
Ruht im Frieden seiner Hände.

Er, der einzige Gerechte,
Will für jedermann das Rechte.
Sei von seinen hundert Namen
Dieser hochgelobet! Amen.

Mich verwirren will das Irren;
Doch du weißt mich zu entwirren,
Wenn ich wandle, wenn ich dichte,
Gib du meinem Weg die Richte!

9. Lied der Suleika

Author(s): Johann Wolfgang von Goethe, Marianne von Willemer

 Wie mit innigstem Behagen,
 Lied, empfind' ich deinen Sinn,
 Liebevoll du scheinst zu sagen,
 Daß ich ihm zur Seite bin;

 Daß er ewig mein gedenket,
 Seiner Liebe Seligkeit,
 Immerdar der Fernen schenket,
 Die ein Leben ihm geweiht.

 Ja, mein Herz es ist der Spiegel,
 Freund, worin du dich erblickst,
 Diese Brust, wo deine Siegel
 Kuß auf Kuss hereingedrückt.

 Süßes Dichten, lauter Wahrheit,
 Fesselt mich in Sympathie,
 Rein verkörpert Liebesklarheit
 Im Gewand der Poesie!

10. Die Hochländer-Witwe

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Ich bin gekommen ins Niederland,
 o weh!
 So ausgeplündert haben sie mich,
 daß ich vor Hunger vergeh!

 So war's in meinem Hochland nicht;
 o weh!
 Ein hochbeglückter Weib, als ich,
 war nicht auf Tal und Höh!

 Denn damals hatt' ich zwanzig Küh';
 o weh!
 Die gaben Milch und Butter mir,
 und weideten im Klee.

 Und sechzig Schafe hatt' ich dort;
 o weh!
 Die wärmten mich mit weichem Fliess
 bei Frost und Winterschnee.

 Es konnte kein' im ganzen Clan
 sich grössern Glückes freu'n;
 denn Donald war der schönste Mann,
 und Donald, der war mein!

 So blieb's, so blieb's, bis Charlie Stuart kam,
 Alt-Schottland zu befrei'n;
 da mußte Donald seinen Arm ihm
 und dem Lande leih'n.

 Was sie befiel, wer weiß es nicht?
 Dem Unrecht wich das Recht,
 und auf Cullodens blut'gem Feld
 erlagen Herr und Knecht.

 O! Daß ich kam ins Niederland!
 o weh!
 Nun gibt's kein unglücksel'ger Weib
 vom Hochland bis zur See!

11. Lied der Braut I

Author(s): Friedrich Rückert

 Mutter, Mutter glaube nicht,
 weil ich ihn lieb' all so sehr,
 daß nun Liebe mir gebricht,
 dich zu lieben, wie vorher.

 Mutter, Mutter! seit ich ihn liebe
 lieb' ich erst dich sehr.
 Laß mich an mein Herz dich zieh'n,
 und dich küssen, wie mich er!

 Mutter, Mutter! seit ich ihn liebe,
 lieb' ich erst dich ganz,
 daß du mir das Sein verlieh'n,
 das mir ward zu solchem Glanz.

12. Lied der Braut II

Author(s): Friedrich Rückert

 Laß mich ihm am Busen hangen,
 Mutter, Mutter! laß das Bangen.
 Frage nicht: wie soll sich's wenden?
 Frage nicht: wie soll das enden?
 Enden? Enden soll sich's nie,
 wenden? noch nicht weiß ich, wie!
 Laß mich ihm am Busen hangen, laß mich!

13. Hochländers Abschied

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Mein Herz ist im Hochland,
 Mein Herz ist nicht hier;
 Mein Herz ist im Hochland
 Im Waldes Revier;

 Dort jagt es den Hirsch
 Und verfolget das Reh;
 Mein Herz ist im Hochland,
 Wohin ich auch geh!

 Leb' wohl, mein Hochland,
 Mein heimischer Ort!
 Die Wiege der Freiheit,
 Des Mutes ist dort.

 Wohin ich auch wandre,
 Wo immer ich bin:
 Auf die Berg', auf die Berge
 Zieht es mich hin.

 Lebt wohl, ihr Berge,
 Bedecket mit Schnee!
 Lebt wohl, ihr Täler,
 Voll Blumen und Klee!

 Lebt wohl, ihr Wälder,
 Bemoostes Gestein,
 Ihr stürzenden Bächlein
 Im farbigen Schein!

14. Hochländisches Wiegenlied

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Schlafe, süßer, kleiner Donald,
 Ebenbild des großen Ronald!
 Wer ihm kleinen Dieb gebar,
 weiß der edle Clan aufs Haar.

 Schelm, hast Äuglein schwarz wie Kohlen!
 Wenn du groß bist, stiehl ein Fohlen;
 geh' die Eb'ne ab und zu,
 bringe heim 'ne Carlisle Kuh!

 Darfst in Niederland nicht fehlen;
 dort, mein Bübchen, magst du stehlen;
 stiehl dir Geld und stiehl dir Glück,
 und ins Hochland komm zurück!

15. Mein Herz ist schwer Aus den hebräischen Gesängen

Author(s): (Karl) Theodor Körner, George Gordon Noel Byron, Lord Byron

 Mein Herz ist schwer! Auf! Von der Wand die Laute,- 
 Nur sie allein mag ich noch hören,
 Entlocke mit geschickter Hand
 Ihr Töne, die das Herz betören.    
 Kann noch mein Herz ein Hoffen nähren,
 Es zaubert diese Töne her,
 Und birgt mein trocknes Auge Zähren,
 Sie fließen, und mich brennt's nicht mehr!

 Nur tief sei, wild der Töne Fluß,
 Und von der Freude weggekehret!
 Ja, Sänger, daß ich weinen muß,
 Sonst wird das schwere Herz verzehret!
 Denn sieh! Von Kummer ward's genähret,
 Mit stummen Wachen trug es lang,
 Und jetzt vom Äußersten belehret,
 Da brech es oder heil im Sang.

16. Rätsel

Author(s): Karl Friedrich Ludwig Kannegießer, Catherine Maria Fanshawe

 Es flüstert's der Himmel, es murrt es die Hölle,
 Nur schwach klingt's nach in des Echos Welle,
 Und kommt es zur Fluth, so wird es stumm,
 Auf den Höhn, da hörst du sein zwiefach Gesumm.
 Das Schlachtengewühl liebt's, fliehet den Frieden,
 Es ist nicht Männern noch Frauen beschieden,
 Doch jeglichem Thier, nur mußt du's sezieren,
 Nicht ist's in der Poesie zu erspüren,
 Die Wissenschaft hat es, vor allem sie,
 Die Gottesgelahrtheit und Philosophie.
 Bei den Helden führt es den Vorsitz immer,
 Doch mangelt's den Schwachen auch innerlich nimmer,
 Es findet sich richtig in jedem Haus,
 Denn ließe man's fehlen, so wär es aus.
 In Griechenland klein, an des Thiber Borden
 Ist's größer, am größten in Deutschland geworden.
 Im Schatten birgt's sich, im Blümchen auch.
 Du hauchst es täglich, es ist nur ein (was ist's?).

17. Venetianische Lied I

Author(s): Ferdinand Freiligrath, Thomas Moore

 Leis' rudern hier,
 mein Gondolier,
 Leis', leis'!                      
 Die Flut vom Ruder sprühn so leise.
 Laß, daß sie uns nur
 Vernimmt, zu der wir zieh'n!
 O könnte, wie er schauen kann,
 Der Himmel redentraun,
 Er spräche vieles wohl von dem,
 Was Nachts die Sterne schau'n!
 Leis'!

 Nun rasten hier,
 Mein Gondolier,
 Sacht, sacht!
 Ins Boot die Ruder! sacht!
 Auf zum Balkone schwing' ich mich,
 doch du hältst unten Wacht,
 O wollten halb so eifrig nur
 dem Himmel wir uns weih'n,
 als schöner Weiber Diensten trau'n,
 wir könnten Engel sein! Sacht!

18. Venetianische Lied II

Author(s): Ferdinand Freiligrath, Thomas Moore

 Wenn durch die Piazetta
 die Abendluft weht,
 dann weißt du, Ninetta,
 Wer wartend hier steht.
 Du weißt, wer trotz Schleier 
 und Maske dich kennt,
 Wie Amor die Venus 
 am Nachtfirmament

Ein Schifferkleid trag' ich
 zur selbigen Zeit,
 und zitternd dir sag' ich:
 das Boot liegt bereit!
 O komm, wo den Mond noch Wolken umzieh'n,
 laß durch die Lagunen,
 mein Leben, uns flieh'n!

19. Hauptmanns Weib

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Hoch zu Pferd!
Stahl auf zartem Leibe,
Helm und Schwert
Ziemen Hauptmanns Weibe.

Tönet Trommelschlag
Unter Pulverdampf,
Siehst du blut'gen Tag
Und dein Lieb im Kampf.

Schlagen wir den Feind,
Küssest du den Gatten,
Wohnst mit ihm vereint
In des Friedens Schatten.

20. Weit, weit

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Wie kann ich froh und munter sein
 und flink mich dreh'n bei meinem Leid?
 Der schmucke Junge, der mich liebt,
 ist über die Berge weit, weit!

 Was kümmert mich des Winters Frost,
 und ob es draußen stürmt und schneit?
 Im Auge blinkt die Träne mir,
 denk' ich an ihn, der weit, weit!

 Er hat die Handschuh' mir geschenkt,
 das bunte Tuch, das seid'ne Kleid;
 doch er, dem ich's zur Ehre trag',
 ist über die Berge weit, weit!

21. Was will die einsame Träne

Author(s): Heinrich Heine

 Was will die einsame Träne?
 Sie trübt mir ja den Blick.
 Sie blieb aus alten Zeiten
 In meinem Auge zurück.

 Sie hatte viel leuchtende Schwestern,
 Die alle zerflossen sind,
 Mit meinen Qualen und Freuden
 Zerflossen in Nacht und Wind.

 Wie Nebel sind auch zerflossen
 Die blauen Sternelein,
 Die mir jene Freuden und Qualen
 Gelächelt ins Herz hinein.

 Ach, meine Liebe selber
 Zerfloß wie eitel Hauch!
 Du alte, einsame Träne,
 Zerfließe jetzunder auch!

22. Niemand

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Ich hab' mein Weib allein,
Und teil' es, traun, mit niemand;
Nicht Hahnrei will ich sein,
Zum Hahnrei mach' ich niemand.

Ein Säckchen Gold ist mein,
Doch dafür dank' ich niemand;
Nichts hab' ich zu verleihn,
Und borgen soll mir niemand.

Ich bin nicht andrer Herr,
Und untertänig niemand;
Doch meine Klinge sticht,
Ich fürchte mich vor niemand.

Ein lust'ger Kauz bin ich,
Kopfhängerisch mit niemand;
Schiert niemand sich um mich,
So scher' ich mich um niemand.

23. Im Westen

Author(s): Wilhelm Gerhard, Robert Burns

 Ich schau' über Forth hinüber nach Nord:
 was helfen mir Nord und Hochlands Schnee?
 Was Osten und Süd, wo die Sonne glüht,
 das ferne Land und die wilde See?

 Aus Westen winkt, wo die Sonne sinkt,
 was mich im Schlummer und Traume beglückt;
 im Westen wohnt, der mir Liebe lohnt,
 mich und mein Kindlein ans Herz gedrückt.

24. Du bist wie eine Blume

Author(s): Heinrich Heine

 Du bist wie eine Blume
 so hold und schön und rein;
 ich schau' dich an, und Wehmut
 schleicht mir ins Herz hinein.

 Mir ist, als ob ich die Hände
 aufs Haupt dir legen sollt',
 betend, daß Gott dich erhalte
 so rein und schön und hold.

25. Aus den östlichen Rosen

Author(s): Friedrich Rückert

 Ich sende einen Gruß wie Duft der Rosen,
 Ich send' ihn an ein Rosenangesicht.
 Ich sende einen Gruß wie Frühlingskosen,
 Ich send' ihn an ein Aug voll Frühlingslicht.

 Aus Schmerzensstürmen, die mein Herz durchtosen,
 Send' ich den Hauch, dich unsanft rühr' er nicht!
 Wenn du gedenkest an den Freudelosen,
 So wird der Himmel meiner Nächte licht.

26. Zum Schluß

Author(s): Friedrich Rückert

 Hier in diesen erdbeklommnen Lüften,
 Wo die Wehmut taut,
 Hab ich dir den unvollkommnen Kranz geflochten,
 Schwester, Braut!

 Wenn uns, droben aufgenommen,
 Gottes Sohn entgegenschaut,
 Wird die Liebe den vollkommnen Kranz uns flechten,
 Schwester, Braut!


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